Was muss bei Befristung gemäß § 14 Abs. 4 TzBfG schrftlich festgehalten werden?

Aus der schriftlichen Vereinbarung muss sich die Dauer der Befristung klar ergeben. Bei einer zeitlichen Befristung muss also das Enddatum bestimmt oder zumindest bestimmbar sein, nicht aber der Grund dafür genannt werden. Bei der Zweckbefristung muss dagegen der Zweck der Befristung genannt sein, da dieser hier das Ende des Arbeitsverhältnisses kennzeichnet.

Welche Sonderregelungen für Befristungen gibt es?

Sonderregelungen finden sich in Spezialgesetzen:

  • § 21 BEEG: Befristung ist auch auf die Dauer des Mutterschutzes, der Elternzeit oder einer Freistellung zur Kinderbetreuung eines anderes Arbeitsnehmers möglich
  • §§ 2, 3 WissZeitVG: Befristung bis zu sechs Jahren aus spezifisch wissenschaftsbezogenen Gründen
  • §§ 1 bis 3 ÄArbVtrG: Befristung bis zehn Jahren aus spezifisch arztberufsbezogenen Gründen

Kann die mündlich vereinbarte Befristung nachträglich schriftlich vereinbart werden?

Nein, denn das ursprüngliche Fehlen einer Befristung hat ja bereits ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstehen lassen. Ab hier wäre nur eine nachträgliche Befristung möglich, die aber regelmäßig vom Arbeitnehmer nicht gewollt ist.

Etwas anderes gilt nur, wenn der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ausdrücklich von er (ggf. späteren) Unterzeichnung des Arbeitsvertrags mit Befristungsklausel abhängig macht. Dann kann der Arbeitnehmer den Antrag auf Abschluss des Arbeitsvertrags nicht mündlich oder konkludent durch Arbeitsaufnahme annehmen.