Kann ein Arbeitnehmer wegen Krankheit gekündigt werden?

Ja, auch wenn es ungerecht erscheinen mag: Eine Arbeitgeber darf kündigen, weil der Arbeitnehmer krank ist. Dabei handelt es sich um eine sogenannte personenbedingte Kündigung.

Die Voraussetzung dafür ist jedoch eine Interessenabwägung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das Kündigungsinteresse des Arbeitgebers muss gegenüber dem Fortsetzungsinteresse des Arbeitnehmers deutlich höher sein. Dafür ist die Dauer bisheriger Erkrankungen ebenso zu berücksichtigen wie die Gesundheitsprognose, wie lange der Arbeitnehmer also noch ausfallen wird.

Angesichts dessen darf es dem Arbeitgeber nicht zumutbar sein, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen. Damit handelt es sich also um eine ganz individuelle Einzelfallprüfung, für die es kaum verallgemeinerbare Kriterien gibt.

In welchen Fällen erhält der Arbeitnehmer auch ohne Arbeitsleistung seinen Lohn?

Grundsätzlich ist der Lohn natürlich nur die Gegenleistung für die geleistete Arbeit. In einigen Fällen erhält der Arbeitnehmer aber auch dann den Lohn, wenn er nicht arbeitet bzw. nicht arbeiten kann. Dies sind insbesondere:

  • Entgeltfortzahlung bei Krankheit
  • Mutterschutz
  • bezahlter Urlaub
  • vorübergehende unevrschuldete Verhinderung gemäß § 616 Abs. 1 BGB
  • Betriebsstörungen im Risikobereich des Arbeitgebers

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