Fragensammlung „Schwangere im Arbeitsrecht“

adult-18604_640Wann dürfen Schwangere nicht beschäftigt werden?

In den letzten sechs Wochen vor der Entbindung herrscht ein komplettes Beschäftigungsverbot für Schwangere (§ 3 Abs. 2 MuSchG). Aber auch vorher, theoretisch ab dem ersten Tag der Schwangerschaft, sind ärztlich verordnete Beschäftigungsverbote möglich, wenn sonst die Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet wäre (§ 3 Abs. 1 MuSchG).

Darf der Arbeitgeber eine Untersuchung durch den Betriebsarzt verlangen?

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In welchen Fällen erhält der Arbeitnehmer auch ohne Arbeitsleistung seinen Lohn?

Grundsätzlich ist der Lohn natürlich nur die Gegenleistung für die geleistete Arbeit. In einigen Fällen erhält der Arbeitnehmer aber auch dann den Lohn, wenn er nicht arbeitet bzw. nicht arbeiten kann. Dies sind insbesondere:

  • Entgeltfortzahlung bei Krankheit
  • Mutterschutz
  • bezahlter Urlaub
  • vorübergehende unevrschuldete Verhinderung gemäß § 616 Abs. 1 BGB
  • Betriebsstörungen im Risikobereich des Arbeitgebers

Reicht der Urlaubsantritt im alten Jahr aus, um den Verfall gemäß § 7 Abs. 3 BUrlG zu verhindern?

Nein, der Urlaub muss vielmehr vor dem Verfallstag komplett genommen worden sein.

Bsp.: Urlaub verfällt regulär am 31.12.2015. Der Arbeitnehmer nimmt sich zehn Tage Urlaub, beginnend am 28.12.2015. Damit werden nur vier Urlaubstage des alten Jahres genommen, die sechs Tage im Jahr 2016 werden auf den Jahresurlaub 2016 angerechnet.

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